Wieder einmal “zum letzten” Mal! IM AUSTRIA 2019

IRONMAN Nummer Sieben ist schon lange Geschichte. Dieses mal musste ich den Ironman ein wenig länger verdauen, da es mein bislang schlechtester war. Da mir der Wettkampf 2018 sehr gut gefiel entschloss ich im Jahr 2019 meine letzte Langdistanz zu machen. Und wieder in Klagenfurt. Vielleicht nahm ich das ganze Training nicht mehr ganz so ernst wie früher einmal, aber ich dachte ganz gut vorbereitet zu sein.

Schon einige Zeit vor dem Ironman zeichnete sich ein Neoprenverbot ab. Der extrem heiße und trockene Juni ließ den Wörthersee teilweise schon auf 28 Grad erwärmen. Als schlechter Schwimmer bist ohne Neopren (zeitlich) verloren. Die Profis und super Schwimmer verlieren vielleicht max. 2 Minuten. Ich und meinesgleichen hingegen fassen da schon mal über 10 Minuten aus. Aber ich hab mich damit abgefunden und mich nicht großartig geärgert darüber.

Die Radstrecke wurde geändert. Damit man noch mehr Leute ins Rennen schicken kann. Und im Nachhinein gesehen gefiel mir die neue Schleife eigentlich gar nicht. Schneller ist sie auf keinen Fall. Und der Belag ist oft mehr als schlecht. Einige gefährliche Passagen sind auch dabei und eine Labestelle haben sie auf einer Pflastersteinstrecke eingerichtet, wo man lieber den Lenker nicht auslässt. Nach 90 km kommt man dann auf die altbewährte Schleife über den Ruppertiberg.

Die Laufstrecke wurde geringfügig angepasst, aber das spielte gar keine Rolle. Soviel zu den Eckdaten.

Über das Einchecken oder sonstige Vorbereitungen werde ich jetzt nichts schreiben, da eh immer alles fast gleich abläuft.

Für den Wettkampftag waren teilweise schwere Gewitter angesagt. Doch beim Start um 06:30 Uhr war davon nichts zu merken. Es schien sogar die Sonne und es war ziemlich warm. Ich selber kam um ca. 07:10 beim Rollingstart ins Wasser. Die ersten Züge wie immer zu schnell, doch dann kam ich (so dachte ich zumindest) in einen guten Rhythmus. Das ganze Schwimmen hatte ich nicht mal richtig Körperkontakt mit anderen Mitstreitern. Nicht einmal im Lendkanal. Doch der große AHA-Moment kam, als ich aus dem Wasser stieg und auf die Uhr blickte. Erhoffte ich mir eine Zeit von ca. 01:15 Stunden, so wurde ich hart aus den Träumen gerissen. 01:22 Stunden !! eine Enttäuschung.

Ok, rein in die Wechselzone und den Wechselsack geholt. Doch dieser wollte an diesem Tag einfach nicht aufgehen. Nach etlichen Versuchen den Knoten zu öffnen half mir eine Helferin den Sack einfach zu Zerreißen um meine Radsachen rauszubekommen. Wieder Fünf Minuten verloren.

Die ersten Kilometer am Rad waren ganz gut. Auch die Schnellstraße fand ich ziemlich super. Doch als es „wellig“ wurde, merkte ich , dass ich schon mal besser mit dem Rad unterwegs war. Die erste, neue Runde konnte ich noch mit einem 31er Schnitt absolvieren. Doch dann wurde es hart. Noch bevor mich das Unwetter am Ruppertiberg fast vom Rad holte, war mein Schnitt schon unter 30km/h gesunken. Da war schon klar, dass ich heute über sechs Stunden am Rad sitzen werde. Wie schon geschrieben brach bei der Anfahrt auf den Ruppertiberg ein Unwetter über uns herein, dass einem kleinen Weltuntergang ähnelte. Da schossen Bäche über die Straße, Äste flogen und es hagelte. Das ganze dauerte ca. 15 Minuten. Keine Bremswirkung, keine Sicht und saukalt. Aber es klarte auf und bei der Anfahrt auf Klagenfurt wurde es schon wieder fast warm. Nicht wirklich glücklich hängte ich mein Rad auf den Radständer und….. musste mich auch wieder mit dem „Laufsack“ quälen. (das nächste mal werde ich andere Knoten einstudieren). Aber das war zu diesem Zeitpunkt schon ziemlich egal, da leider schon feststand, dass das mein erster Ironman über 12 Stunden werden wird.

Beim Laufen ging es mir gar nicht einmal so schlecht. Den ersten Halbmarathon ziemlich gut läuferisch absolviert. Und die zweite Hälft teilte ich mir wieder mit laufen und gehen auf. Am Ende des Tages war leider nicht mehr möglich als eine Zeit von 12 Stunden 13 Minuten. Trotzdem freute ich mich im Ziel, das endlich alles vorbei ist und die ganze Trainiererei auf einen Ironman ein Ende hat.

Tja, zwei Tage später kam ich aber zum Schluss, dass ich mit so einer schlechten Zeit nicht einfach so abtreten kann und meldete mich (wieder einmal zum letzten Mal) für den IRONMAN AUSTRIA 2020 wieder an. Mit dem erklärten Ziel unter 11 Stunden 30 Minuten zu finishen. Nächstes Jahr um diese Zeit wissen wir mehr.

Es war trotz allem wieder ein super Wochenende In Klagenfurt und mit dem Support meines Vereins, des Tri Team 1.USC Traun kommt man immer irgendwie ins Ziel.

In diesem Sinnen … cu 2020 in Klagenfurt!