IRONMAN 70.3 St. Pölten 2018

St. Pölten Ironman 70.3 – Ausgabe 7 für mich. Ich hatte mir für heuer schon einiges vorgenommen. Ich wollte zumindest in die Nähe meiner bestehenden Bestzeit kommen. (05:15) . Doch dann kommt alles anders. Die Umstände schienen perfekt für einen tollen Wettkampf. Die Laune war gut, da ein super Wetter mit dem „richtigen“ Wind vorausgesagt war. Ich blieb heuer von Samstag auf Sonntag in St. Pölten um ein wenig mehr schlafen zu können.

Mein Start war um 07:35 Uhr und ich fieberte schon drauf hin. Endlich setzte sich die „Rollingstart-Welle“ in Bewegung. Heuer zum ersten Mal ein Sprungstart. Mutig sprang ich mit einem Hechtsprung ins Wasser und kraulte los. Nach gut 200 Meter hatte ich auch die Gewissheit, dass ich meinen gefährlichen Punkt (zu schnell wegschwimmen – hyperventilieren – Brustschwimmen) überwunden hab und konnte meine Züge ordentlich durchziehen. 37 Minuten brauchte ich heuer für die Schwimmstrecke! Das war schwer in Ordnung mit einem Landgang von ca. 400 Laufmeter.  Ohne Hektik und mit einer gewissen Ruhe wechselte ich auf das Rad. Alles schien perfekt.

Zuerst mit dem Rad 2 Kilometer Richtung Autobahn und dann 20 km auf der S33 nach Traismauer.  Der Wind kam von der rechten Seite und ich dachte flott unterwegs zu sein. Doch schon auf diesem Abschnitt verlor ich auf meine Bestzeit drei Minuten. Danach ging es über den ersten Berg nach Krustetten bevor es mit Rückenwind dann 30 km lang der Donau entlang nach Aggstein ging. Da ließ ich noch einmal zwei Minuten liegen – keine Ahnung warum. Der lange, schwierige Anstieg über 7km nach Gansbach verlangte mir heuer extrem viel ab und da blieben die letzten drei Minuten liegen! Also hatte ich zum Vergleich mit meiner Bestzeit schon einen Rückstand von acht Minuten. Hört sich nicht viel an, aber für den Kopf und das mentale Empfinden ist das richtig viel Zeit. Kurios ist vielleicht zu erwähnen das ich 2016 komplett die gleichen Wattwerte hatte (in der Gesamtauswertung) aber 8 Minuten schneller war.  Und zu guter Letzt weiß ich ja von meiner Laufschwäche die mich schon längere Zeit begleitet. Der Wechsel vom Rad in die Laufschuhe war wieder in Ordnung.

Mittlerweile war es schon sehr sehr warm geworden. Ich denke, dass das Thermometer schon ca. 30 Grad anzeigte. Ich lief (zumindest glaubte ich das) sehr vorsichtig los, aber leider wieder zu schnell. Bis ich das merkte war es auch schon wieder zu spät. Ich bemühte mich und riss mich so gut es ging zusammen, aber schon bei KM4 musste ich die ersten Schritte gehen. Der Kopf spielte nicht mit, denn körperlich hatte ich nicht wirklich Probleme. Und wenn ich einmal gehen muss, dann bin ich gebrochen und der Bewerb ist eigentlich vorbei. Dann das alte Spiel… so weit wie möglich laufen und so kurz wie möglich gehen. Das ist schon sehr frustrierend. Wenn am Ende dein Ziel ist noch unter zwei Stunden den Halbmarathon zu finishen aber du gleichzeitig auch weißt das dieser in St. Pölten gerade einmal 20,2 Kilometer lang ist ……

Am Ende kam ich dann mit einer Gesamtzeit von 5 Stunden 34 Minuten und 17 Sekunden ins Ziel. Was ja in meiner neuen Altersklasse (M50) ja nicht einmal so schlecht ist, aber im Wissen das man eigentlich mehr kann??  Ärgerlich.

Ok, was solls. Analysieren und schauen ob ich was besser machen kann. Beim Rad muss ich auch noch ein wenig was ändern. Der Sattel passt mir nicht und der Lenker ist auch nicht das Wahre. Ich werde auf jeden Fall brav weitertrainieren

Zum Ironman selber kann ich nur wieder sagen – ein Top Bewerb. Top organisiert. Keinen einzigen Fehler bemerkt. Sollte man ja auch verlangen können bei 260€  Startgeld. Das hab ich aber auch schon anders erlebt bei ähnlichen Events! St. Pölten ist auf jeden Fall immer eine Reise wert. Und wenn ich auch gesagt habe dass es mein letzter war….. Irgendwie hab ich schon das Gefühl, dass ich mich ordentlicher aus St. Pölten verabschieden müsste….  In diesem Sinne!